Eine CO2-reduzierende Revolution und noch viel mehr

Mit ACT kann CO2-reduzierter Zement kostengünstig in großem Maßstab hergestellt werden

Geringer Kohlenstoff-Fußabdruck:

‍ ACT produziert 70 Prozent weniger CO2 als herkömmlicher europäischer Zement. Die Technologie vermeidet die CO2-Produktion von vornherein, anstatt zu versuchen, es bei der Produktion abzuscheiden. In größerem Maßstab könnte der CO2-Fußabdruck der Zementindustrie bis 2030 um 50 Prozent reduziert werden.

ACT verwendet ein deutlich verringertes Klinkervolumen, das mit inerten Füllstoffen und einer Reihe von CO2-reduzierten zementähnlichen Sekundärstoffen (SCM) gemischt wird. Dadurch wird die Menge an nicht reaktivem, extrem CO2-reduziertem Kalksteinfüllstoff im Zement maximiert, was eine skalierbare Lösung darstellt, die den Kohlenstoffgehalt von Zement im Vergleich zu den heute in Europa verwendeten herkömmlichen Zementmischungen um etwa 70 Prozent verringern kann.

Skalierbarkeit:

‍ACT verwendet Rohstoffe, die in der Zementindustrie bereits in großem Umfang verfügbar sind, insbesondere Kalkstein, der im Überfluss vorhanden ist und eine bessere Skalierbarkeit ermöglicht. Da ACT in erheblichem Umfang Kalkstein verwendet, können SCM ihre CO2-reduzierenden Vorteile auf ein viel größeres Betonvolumen verteilen und so mit weniger Masse mehr erreichen. Wichtig ist, dass ACT eine breite Palette von SCM verwenden kann, was bedeutet, dass ACT sich mühelos an die Verwendung der lokal verfügbaren Materialien anpassen lässt. 

 

Energiesicherheit:

‍ACT benötigt nur ein Viertel der Wärmeenergie, die zur Herstellung von Zementen mit hohem Klinkeranteil eingesetzt wird. ACT verbraucht zudem auch die gleiche oder weniger elektrische Energie. In einer Zeit, in der die Energieversorgungssicherheit immer wichtiger wird, ist dies ein bedeutender Vorteil.

Keine Unterbrechung im Ablauf:

ACT hat den großen Vorteil, dass es keine Unterbrechung der bestehenden Abläufe mit sich bringt. Diese Technologie erfordert keine größeren Änderungen der derzeitigen Zement- und Betonproduktionsverfahren, sondern ermöglicht die Verwendung von Standardverfahren und -maschinen. ACT kann in den meisten Zementwerken hergestellt werden, ohne dass zusätzliche Investitionen und industrielle Umwandlungen erforderlich sind. Dabei können die meisten vorhandenen Anlagen zusammen mit lokalen Rohstoffen verwendet werden.

Geringere Kosten:

‍ACT-Zemente haben wesentlich geringere Betriebskosten als CCUS (Carbon Capture Utilization and Storage). Dabei werden reichlich verfügbare Rohstoffe, die bereits nach den Zement- und Betonnormen zugelassen sind, zusammen mit spezifischen Zusätzen für die Rheologie und die Aktivierung verwendet. Sie können mit minimalen zusätzlichen Investitionen oder Unterbrechungen in Zementwerken auf der ganzen Welt hergestellt werden.

 Geringerer Wasserverbrauch:

‍Viele Teile der Welt, darunter Südeuropa und große Teile der USA, leiden zunehmend unter Wassermangel. ACT kann die für die Herstellung von Beton benötigte Wassermenge um die Hälfte reduzieren, was einen weiteren ökologischen und gesellschaftlichen Vorteil mit sich bringt. ACT erreicht dies durch die Verwendung spezifischer Zusatzstoffe zur Rheologie und Aktivierung und ist speziell für Betone mit niedrigem Wassergehalt konzipiert.

Partikelemissionen

ACT erzeugt im Vergleich zu herkömmlichem Zement 70 Prozent weniger SOx- und NOx-Emissionen.

Kurzfristig verfügbar:

Im Gegensatz zu den meisten anderen wichtigen Dekarbonisierungstechnologien für die Zementindustrie kann ACT kurzfristig verfügbar gemacht werden. ACT wurde bereits einer umfassenden technischen Validierung unterzogen und hat sich in industriellen Praxistests erfolgreich bewährt. Die CE-Kennzeichnung wird für 2024 erwartet. Erste kommerzielle Anwendungen werden folgen und der vollständige Marktzugang wird bis 2026 auf den europäischen Märkten, auf denen Ecocem vertreten ist, erfolgen (Frankreich, Vereinigtes Königreich, Benelux, Irland).

Die ACT-Technologie benötigt weniger Energie und Wasser und mindert den Ausstoß schädlicher Gase und Partikelemissionen bei minimaler Beeinträchtigung der bestehenden Fertigungsprozesse.